Rechtsberatung

Wenn Sie abgemahnt worden sind, haben Sie verschiedene Möglichkeiten zu reagieren, ausgehend davon, dass eine Urheberrechtsverletzung vorliegt:

1.  Sie reagieren gar nicht
Teilweise wird empfohlen überhaupt nicht auf die Schreiben der abmahnenden Rechtsanwaltskanzlei zu reagieren. Hier ist allerdings Vorsicht geboten. Der Abmahnende hat ihre Daten und kann daher jederzeit seinen Unterlassungsanspruch gerichtlich geltend machen. Die Gerichte setzen meist relativ hohe Streitwerte bei Urheberrechtsverletzungen an. Ihr Fall würde dann vor dem zuständigen Landgericht verhandelt, bei dem sie sich von einem Rechtsanwalt vertreten lassen müssen. Wenn Sie unterliegen, kommen erhebliche Prozesskosten (Gerichtskosten, eigene und fremde Anwaltskosten) und Schadensersatzforderungen (entgangener Gewinn und Kosten für die Abmahnung) auf Sie zu.
 
2.  Sie unterschreiben die Unterlassungserklärung der Gegenseite und zahlen den geforderten Betrag
Dies hat den Vorteil, dass in der Regel Ruhe ist und Sie nicht befürchten müssen verklagt zu werden. In vielen Fällen ist allerdings die beigefügte Unterlassungserklärung viel zu weit gefasst, der geforderte Betrag und die Vertragsstrafe zu hoch angesetzt.
 
3.  Sie geben eine modifizierte Unterlassungserklärung ab und zahlen nichts
Meiner Auffassung nach empfiehlt es sich, eine modifizierte Unterlassungserklärung, d.h. eine eigene, selbst formulierte, Unterlassungserklärung, abzugeben. Wie diese zu fassen ist, muss letztlich im Einzelfall geprüft werden. Zu beachten ist, dass diese auch wirksam sein muss. Je nach Fall sollte diese weiter oder enger gefasst werden. Mit Abgabe der (wirksamen) Unterlassungserklärung verhindern Sie, dass Sie vor Gericht auf Unterlassung verklagt werden. Sie können allerdings noch auf Schadensersatz verklagt werden. Jedoch ist in diesem Fall der Streitwert viele geringer als in Variante 1, da sich in diesem Fall der Streitwert allein nach den von der Gegenseite geltend gemachten Anwaltsgebühren zzgl. einer etwaigen Schadensersatzforderung bemisst.
 
4.  Sie geben eine modifizierte Unterlassungserklärung ab und einigen sich mit der Gegenseite
Viele Betroffene möchten die Sache so schnell wie möglich aus der Welt haben um wieder in Ruhe schlafen zu können. Die Verhandlungen sollten Sie einem erfahrenen Spezialisten überlassen.

Warum sollte ich mich anwaltlich vertreten lassen?
Wenn Sie abgemahnt worden sind, müssen Sie sich nicht zwingend von einem Anwalt vertreten lassen. Wenn Sie wissen, wie Sie vorzugehen haben, spricht nichts dagegen, dass Sie ohne fremde Hilfe tätig werden. Hier gilt das Gleiche, wie zum Beispiel im KFZ-Bereich: wenn Sie wissen, wie Sie die Bremsen reparieren, können Sie dies selbst tun. Wenn Sie sich unsicher sind, sollten Sie die Sache einem Fachmann übergeben.

Und die Kosten?
Meist ist die Beauftragung eines Rechtsanwalts sogar die wirtschaftlichste Variante. Zum einen müssten Sie als Laie sehr viel Zeit aufwenden, um sich in die Materie einzuarbeiten, geschätzt ca. 20 - 40 Stunden. Diese Zeit lässt sich für Sie mit Sicherheit sinnvoller verbringen. Zum anderen gelingt es in den meisten Fällen, die Forderung der Gegenseite soweit zu mindern, dass meine Beauftragung im Ergebnis günstiger ist, als den geforderten Betrag in voller Höhe zu überweisen. In einem einfach gelagerten Fall fallen für Sie ca. 140,00 € Honorar für meine Beauftragung an.

Schildern Sie mir unverbindlich Ihren Fall für eine erste (kostenlose) Einschätzung.
Wenn Sie über keine finanziellen Mittel verfügen, besteht auch die Möglichkeit, bei Gericht einen Beratungsschein zu beantragen. Der Staat übernimmt - bis auf einen Eigenanteil in Höhe von 10,00 € - alle anfallenden außergerichtlichen Kosten.

Tipp: Auch, wenn Sie weiter entfernt vom Kanzleistandort wohnen, nehmen Sie Kontakt zu mir auf. Ich berate Sie auch gerne telefonisch oder online. Durch Nutzung elektronischer Kommunikation lässt sich jede Abmahnung deutschlandweit schnell und effizient bearbeiten.

Sie haben bereits eine Klage erhalten?
In diesem Fall sollten Sie sich unverzüglich rechtlich beraten lassen, da ab Klagezustellung Fristen laufen, die Sie nicht verpassen sollten.

 

 

 

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